Psychoedukation – Verstehen. Begreifen. Verändern.Ein wichtiges Element unseres Therapiekonzepts ist die Psychoedukation. RehabilitandInnen und ihre Angehörigen lernen, die jeweilige psychische Krankheit zu verstehen und zu begreifen. In Einzelgesprächen mit den Bezugstherapeuten sowie bei verschiedenen Gruppenangeboten und Schulungen werden die Betroffenen zu Experten für ihre eigene Krankheit. Nur auf dieser Grundlage kann eine Veränderung der Situation stattfinden. Psychoedukation ist ein wichtiges Element im Therapiekonzept des Hauses. Diese wird sowohl im Einzelgespräch mit den Ärzten und den Bezugstherapeuten, als auch im speziellen Gruppenkontext angeboten. Wir wollen Rehabilitanden zu Spezialisten für ihrer eigene Erkrankung machen. Dies geschieht durch die Wissensvermittlung (Symptomatik der Krankheiten, Ursachen, Rezidivprophylaxe) und den Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen. Es wer-den verschiedene Behandlungskonzepte erklärt. Durch die Stabilisierung der Compliance soll ein verantwortungsvoller Umgang mit der Erkrankung erarbeitet werden. Ziel ist es die Überzeugung der eigenen Selbstwirksamkeit zu stärken. Das Störungsverständnis wird ausgebaut und angemessene, individuelle Bewältigungsstrategien sowie ein Krisenplan werden erarbeitet. Jeder Rehabilitand wird über die speziellen Wechselwirkungen zwischen legalen und illegale Drogen, Alkohol und der psychischen Erkrankung sowie den verordneten Medikamenten aufgeklärt. Für Menschen mit Doppeldiagnose existiert darüber hinaus ein Gruppenangebot mit Skills-Training.
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